Orthopädische Einlagen kosten gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren auf Kassenrezept 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Ab dem 1. Januar 2027 steigt dieser Rahmen auf 7,50 bis 15 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keine Zuzahlung. Was Sie am Ende tatsächlich bezahlen, hängt zusätzlich von Modell, Material und Versicherung ab. Dieser Beitrag zeigt, mit welchen Kosten Sie bei orthopädischen Einlagen rechnen müssen, wann Mehrkosten entstehen und was bei ergonomic care in München kostenlos ist. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Auf Kassenrezept zahlen Erwachsene für ihre Einlagen bis Ende 2026 höchstens 10 Euro Zuzahlung, ab 2027 höchstens 15 Euro.
- Unter 18 Jahren entfällt die Zuzahlung, und auch Erwachsene können bei Erreichen der Belastungsgrenze befreit werden.
- Mehrkosten entstehen nur, wenn Sie mehr wählen als die Kassenleistung, etwa Premium-Einlagen oder sensomotorische Einlagen ohne Kostenübernahme.
- Beratung, 3D-Scan und Nachbesserung kosten bei ergonomic care nichts.
Definition: Die Zuzahlung bei orthopädischen Einlagen ist der gesetzlich festgelegte Eigenanteil, den gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren zur Kassenleistung beitragen. Sie beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro bis Ende 2026. Mehrkosten kommen hinzu, wenn Sie eine Ausführung wählen, die über die Kassenleistung hinausgeht.
Was kosten orthopädische Einlagen auf Kassenrezept?
Auf Kassenrezept zahlen Sie 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro, aber nie mehr als die Einlage selbst kostet. Das gilt laut Bundesgesundheitsministerium für Hilfsmittel. Den Rest übernimmt Ihre Krankenkasse. Ab einem Abgabepreis von 100 Euro erreichen Sie deshalb immer den Höchstbetrag von 10 Euro.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuzahlung für Hilfsmittel vor und nach der gesetzlichen Änderung.
| Zeitraum | Anteil | Mindestbetrag | Höchstbetrag |
|---|---|---|---|
| bis 31.12.2026 | 10 % | 5,00 € | 10,00 € |
| ab 01.01.2027 | 10 % | 7,50 € | 15,00 € |
Der Bundestag hat die Anhebung am 10. Juli 2026 mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Laut Der Paritätische steigen die seit 2004 unveränderten Zuzahlungen damit zum 1. Januar 2027 um 50 Prozent. Ob Sie überhaupt zuzahlen müssen, hängt aber von Ihrer Situation ab.
Wer zahlt für orthopädische Einlagen keine Zuzahlung?
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen für Einlagen keine Zuzahlung. Auch Erwachsene können befreit werden: Die Zuzahlungen eines Kalenderjahres sind auf 2 Prozent der Bruttoeinnahmen begrenzt, bei chronisch Kranken auf 1 Prozent. Dabei gelten gesetzliche Freibeträge.
Heben Sie deshalb alle Zuzahlungsquittungen auf, nicht nur die für Einlagen. Ist die Grenze erreicht, stellt Ihre Krankenkasse eine Befreiung aus.
Wann kosten orthopädische Einlagen mehr als die Zuzahlung?
Mehr zahlen Sie, wenn Sie eine Ausführung wählen, die über die Kassenleistung hinausgeht. Diesen Betrag nennt man Mehrkosten oder Aufzahlung. Er ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern hängt vom Modell ab.
Bei ergonomic care werden alle Einlagen nach Ihrem 3D-Fußscan gefräst. Wir bieten die Modelle Basic Plus, Aktiv und Comfort an. Bei Premium-Einlagen mit aufwendigeren Anpassungen und besonders hochwertigen Materialien rechnen Sie mit einer Zuzahlung von höchstens 25 Euro (Stand Oktober 2026). Das Modell Comfort kombiniert dafür drei Schäume unterschiedlicher Härte. Den genauen Betrag erfahren Sie vor der Fertigung.
Was kosten sensomotorische Einlagen?
Sensomotorische Einlagen zahlt die Krankenkasse nach unserer Erfahrung meist nicht, weil die meisten Kassen sie nicht im Hilfsmittelverzeichnis führen. Häufig verweisen sie zur Begründung auf fehlende Studien. Ausnahmen kommen aber vor, deshalb lohnt sich ein Kostenvoranschlag.
Sensomotorische Einlagen sind dünner als herkömmliche Einlagen und arbeiten mit steil aufragenden Pelotten. Wir stellen den Kostenvoranschlag für Sie. Lehnt die Kasse ab, tragen Sie die Kosten selbst, und den Betrag nennen wir Ihnen vorab.
Was kosten orthopädische Einlagen für Privatversicherte und Selbstzahler?
Privatversicherte und Selbstzahler bezahlen den Preis der Einlage zunächst selbst. Privatversicherte erhalten je nach Tarif einen Teil erstattet. Fragen Sie vor der Versorgung bei Ihrer Versicherung nach, welche Kosten sie übernimmt.
Unsere klare Position: Seriöse Einlagenpreise gibt es erst nach dem Fußscan. Pauschalpreise ohne Scan halten wir für wenig belastbar, weil Modell, Material und Anpassung den Preis bestimmen. Deshalb nennen wir Ihnen den Preis nach der Beratung und vor der Fertigung.
Welche Leistungen kosten bei ergonomic care nichts?
Beratung, 3D-Scan und Nachbesserung kosten bei ergonomic care nichts. So läuft die Versorgung am Sendlinger Tor ab:
- Beratung: Unsere Orthopädietechnik-Meister beraten Sie vor Ort oder am Telefon, ohne Kosten für Sie.
- 3D-Scan: Sie kommen ohne Termin mit Ihrem Rezept vorbei. Der Scan dauert wenige Minuten.
- Fertigung: Ihre Einlage entsteht in unserer eigenen Werkstatt mit einer 3D-Fräsmaschine. Nach wenigen Tagen melden wir uns zur Abholung.
- Anpassung: Wir passen Ihre Einlage kostenlos an, bis Sie zufrieden sind. Das ist Teil unserer 100-%-Zufriedenheitsgarantie.
Kurz zusammengefasst: Die Zuzahlung ist gesetzlich geregelt und hängt nicht vom Anbieter ab. Unterschiede entstehen durch Modell, Material, Mehrkosten und Ihre Versicherung. Beratung, Scan und Nachbesserung kosten bei uns nichts.
Wie halten Sie die Kosten für Einlagen niedrig?
Vier Schritte halten Ihre Kosten für Einlagen so niedrig wie möglich.
- Rezept holen: Kassenpatienten zahlen Einlagen ohne ärztliche Verordnung komplett selbst, deshalb gehört das Rezept an den Anfang.
- Quittungen sammeln: Mit allen Zuzahlungsbelegen erreichen Sie schneller die Belastungsgrenze und können sich befreien lassen.
- Nachbesserung nutzen: Drückt eine Einlage, lassen Sie sie anpassen, bevor Sie eine neue kaufen.
- Kostenvoranschlag verlangen: Bei sensomotorischen Einlagen und Wunschausstattungen klärt er vorab, was die Kasse übernimmt.
Fazit: Das kosten orthopädische Einlagen wirklich
Auf Kassenrezept zahlen Sie für orthopädische Einlagen 2026 höchstens 10 Euro, ab 2027 höchstens 15 Euro. Mehrkosten entstehen nur bei Premium-Modellen oder fehlender Kostenübernahme, und beides erfahren Sie vor der Fertigung.
Kostenlose Beratung und 3D-Scan am Sendlinger Tor: Kommen Sie ohne Termin mit Ihrem Rezept in unser Sanitätshaus in München in der Lindwurmstraße 5, Montag bis Donnerstag von 9 bis 19 Uhr und Freitag von 9 bis 18 Uhr. Oder rufen Sie uns an unter +49 (0)89 242 926 60.
Häufige Fragen zu den Kosten für orthopädische Einlagen
Wann steigt die Zuzahlung für orthopädische Einlagen?
Die Zuzahlung steigt zum 1. Januar 2027 von 5 bis 10 Euro auf 7,50 bis 15 Euro. Bis Ende 2026 gilt noch der bisherige Rahmen. Beide Beträge gelten für gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren.
Zahlen Kinder etwas für orthopädische Einlagen?
Nein, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlung befreit. Das gilt für gesetzlich Versicherte und für Einlagen auf Kassenrezept. Mehrkosten für Wunschausstattungen sind davon getrennt zu betrachten.
Was ist der Unterschied zwischen Zuzahlung und Mehrkosten bei Einlagen?
Die Zuzahlung ist der gesetzlich festgelegte Eigenanteil, die Mehrkosten sind ein freiwilliger Aufpreis für eine bessere Ausführung. Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Mehrkosten entstehen nur, wenn Sie ein Modell wählen, das die Kassenleistung übersteigt.
Warum unterscheiden sich die Preise für Einlagen zwischen Sanitätshäusern?
Bei Kassenversorgung gilt für alle Anbieter dieselbe gesetzliche Zuzahlung, Preisunterschiede entstehen bei Modell, Material und Selbstzahlerleistungen. Premium-Einlagen und individuelle Anpassungen kosten mehr als ein Standardmodell. Vergleichen Sie deshalb immer, was der Preis enthält, zum Beispiel Beratung, Scan und Nachbesserung.
Was kostet die Beratung für orthopädische Einlagen in München?
Bei ergonomic care kostet die Beratung nichts, und der 3D-Scan ist ebenfalls kostenlos. Sie können ohne Termin am Sendlinger Tor vorbeikommen, mit Rezept für die Kassenversorgung. Auch Privatversicherte und Selbstzahler erhalten die Beratung kostenlos.
