Behandlung einer Cerebralparese (ICP / CP)

Nach einer frühkindlichen Hirnschädigung, der unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können, kann es bei Kindern zu einer Cerebralparese kommen. Dabei handelt es sich um eine Bewegungsstörung, die in unterschiedlicher Stärke ausgeprägt sein kann.

Die Störung kann die Motorik, Muskeln, das Nervensystem oder die Wahrnehmung betreffen. Wir betrachten die Cerebralparese mit Folgen und möglichen Versorgungsmöglichkeiten genauer, um die Erhöhung der Lebensqualität zu ermöglichen.

Sorg Rollstuhl bei Cerebralparese

Was ist eine Cerebralparese?

Es handelt sich bei einer Cerebralparese um eine Bewegungsstörung. Die Ursache für diese Bewegungsstörung ist im Normalfall in frühkindlichen Hirnschädigungen zu finden. Teilweise treten Beeinträchtigung der Motorik, des Nervensystems sowie Sprachstörungen auf.

Ebenfalls sind Störungen beim Sehen, Hören oder bei der Wahrnehmung möglich. Die Cerebralparese, auch ICP oder CP genannt, tritt bei jedem Betroffenen anders auf und variiert in Bezug auf die festgestellte Stärke der Bewegungsstörung.

Medizinische Illustration von Arten von zerebraler Lähmung und Bereichen des Gehirns

Welche Folgen und Symptome gehen damit einher?

Folgen und Symptome lassen sich nur schwer fassen, da diese bei allen Betroffenen anders ausfallen. Es kann zu kleineren, von anderen Menschen so gut wie unbemerkt bleibenden Einschränkungen bis zu erheblichen Behinderungen kommen. In solchen Fällen ist die Bewältigung des Alltags meist nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich. Bei starken Einschränkungen führt eine Cerebralparese dazu, dass Betroffene dauerhaft im Rollstuhl sitzen müssen. Bewegungsmuster mit spastischer Muskelspannung sind beispielsweise häufig bei einer Cerebralparese vorhanden.  

Um eine Einstufung der Krankheit zu ermöglichen und die Diagnose zu erleichtern, wird die cerebrale Bewegungsstörung nach dem sogenannten ICD-10-Code klassifiziert. In diesem Code wird die exakt vorhandene Cerebralparese genauer benannt, um die sehr unterschiedlich auftretende Krankheit ein wenig genauer einzustufen.

  • ICD-10-G80.- Infantile Zerebralparese
  • ICD-10-G80.0 Spastische tetraplegische Zerebralparese
  • ICD-10-G80.1 Spastische diplegische Zerebralparese
  • ICD-10-G80.2 Infantile hemiplegische Zerebralparese
  • ICD-10-G80.3 Dyskinetische Zerebralparese
  • ICD-10-G80.4 Ataktische Zerebralparese
  • ICD-10-G80.8 Sonstige infantile Zerebralparese
  • ICD-10-G80.9 Infantile Zerebralparese, nicht näher bezeichnet

Die mögliche Therapie ist genau wie die Versorgung mit Hilfsmitteln davon abhängig, wie stark die Beeinträchtigungen ausfallen. Operative Lösungen sind nicht vorhanden, hier ist bei Betroffenen auf angepasste Lösungen zu setzen, die den jeweiligen Beeinträchtigungen entsprechen. Auf diese Weise werden Bewegungen soweit wie möglich unterstützt. Oder es wird, bei einem erforderlichen Rollstuhl, auf eine möglichst große Mobilität und Eigenständigkeit gesetzt.

Die Versorgung mit einer Orthese bei einer Cerebralparese

Betroffene weisen ein krankhaftes Gangbild auf, da die einzelnen Muskeln nicht harmonisch arbeiten. Dazu kommt, dass Lähmungen auftreten können. Diese schränken die Bewegungsmöglichkeiten weiter ein. Daher kann es je nach Grad der Behinderung sinnvoll sein, mit einer Orthese zu arbeiten, um das Gangbild zu verbessern. Grund dafür ist, dass eine Orthese für Halt beim Stehen sorgt und zusätzlich beim Gehen hilfreich ist.

Natürlich stellt eine Orthese nicht bei allen Betroffenen eine Option dar, ist aber oftmals eine sinnvolle Lösung, falls das Gehen und Stehen grundsätzlich noch möglich ist. Dann ist eine Verbesserung denkbar, die durch die richtige Versorgung erreicht wird.

Folgende Vorteile bietet eine Orthese:

  • Gibt Halt beim Stehen
  • Unterstützt beim Gehen
  • Korrigiert die Stellung und Haltung
  • Hilft bei der korrekten Fußanhebung (reduziert die Gefahr des Stolperns)
  • Aktivierung der Muskeln
  • Verbesserung der Muskelfunktion und der Bewegungsabläufe
  • Reguliert die Muskelspannung
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Fazit zur Versorgung mit Orthesen bei Cerebralparese

Ob eine Orthese anwendbar ist, hängt von dem individuellen Zustand der Betroffenen ab. Dabei ist festzuhalten, dass das sehr unterschiedlich ausfallende Krankheitsbild es schwer macht, eine allgemeine Aussage zu treffen. Alle Patienten sind daher individuell zu betrachten, um eine passende Therapie und eine mögliche Behandlung zu bieten.

Nicht zuletzt ist zu bedenken, dass sich die Betroffenen zumindest zu Beginn im Wachstum oder in der Entwicklung befinden. Das erfordert eine Anpassung an den aktuellen Zustand mit regelmäßigen Untersuchungen. Im besten Fall sprechen sich Ärzte und Physiotherapeuten sowie Orthopädietechniker ab. Dadurch lässt sich die optimale Versorgung ermöglichen, die den Betroffenen zugutekommt.

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